Zertifikate für Menschlichkeit

Menschen für Menschen

Ich lade dazu ein mehr und mehr in die Offenlegung für diese Orte und Menschen.

Dies können angefangen von Einkaufsmöglichkeiten bis hin zum Wanderweg sein. Alles wo es leichter wird. Orte an denen sich die Seele, der Geist und der Bauch erfreut ist Willkommen. Es kann dann dazu dienen das die Intuition größer werden kann.

Dinge wie vermeintliches Wissen oder Titel sind davon ausgeschlossen.

2 Comments on “Zertifikate für Menschlichkeit

  1. Netzfund, der mein Herz berührt hat:
    Ich 66 und meine Mutter 87 ( sie war 45 Jahre Krankenschwester in der Psychiatrie ) möchten das NIEMAND wegen uns Masken trägt , keinen mehr umarmt oder Kinder desinfiziert. Wenn Ihr krank werdet an “ Corona “ dann kommen wir zu Euch und werden uns um Euch kümmern . Werden Euch zu Bett bringen , Fenster auf machen , dann bekommt Ihr heiße Milch mit Honig und Hühnerbrühe, sollte das Fieber zu hoch werden machen wir eine Wadenwickel und dann könnt Ihr nach 3 Tagen mit uns ein Spaziergang draußen machen, um mit Sonne und frischer Luft das Immunsystem zu stärken. Das haben wir immer so gemacht und ich selber habe seid Jahren kein Arzt gesehen und mich auch nicht angesteckt, wenn ich mich um Familie gekümmert habe. Hört nicht auf die Politiker , die selber, wie man oft sehen konnte, keine Masken tragen und Abstand halten. Wir sogenannte Risikogruppe, haben mehr Erfahrung und können das weiter geben und möchten weiterhin uns in den Arm halten und wollen NIEMALS das Kinder isoliert werden , das Masken und Desinfektionsmittel das Immunsystem kaputt machen, für die nächste Grippewelle. Wir wollen nicht das unsere Kinder arbeitslos werden und Existenzangst bekommen. ALLE ÜBER 60 LASST UNS AUFSTEHEN UND DEN POLITIKERN, die oft viel älter sind lool und nichts schützen, SAGEN!!!! BEENDET DIE EINSCHRENKUNG MIT DER ANGEBLICHEN VORSORGER DER SOGENANNTEN ALTEN !! WIR WOLLEN UND BRAUCHEN DAS NICHT.

  2. Für meine Schwester alles im O Ton Worte zur Trauerfeier am Sarg-,
    Hanna Voigt( 19 Jahre )

    Für Mama
      
    Du bringst uns bei, dass leben reicht. / Das Leben ist ein bunter Blumenstrauß.
     
    Du lachst in unserer Erinnerung. Du tanzt zur Musik. Gar nicht im Takt. Weil du absolut kein Taktgefühl hast. Laut war dein Lachen. Und so klar und frei. Einfach so ist es aus dir rausgebrochen.
     
    Herzhaftes Lachen.
     
    Deine wilden, grauen, verstrubbelten Haare verschwimmen mit deinem Gesamtbild und wir sitzen an einem Sonntagmittag im Esszimmer. Es ist Frühling und die Sonne taucht unser rot gestrichenes Esszimmer in goldene Orangetöne. Wenn gerade der eine Amy McDonald Track zum nächsten wechselt hört man draußen die Vögel in der Morgensonne zwitschern. Wir singen alle mit und lachen zwischendurch. Das Leben ist leicht. Du lachst. Immernoch. Und immer wieder. So laut und so klar durchdringt dein Lachen alle unsere Sinne. Amy McDonald im Hintergrund.
     
    Du lachst. Auf dem Steinbruch. „SCHEIIIßEEEEEEEEEEEEE“, schreist du ganz laut in das Taal hinein. Stehst an der Klippe und guckst in den Abgrund. Aber eher so in den Himmel. Und dann schreist du nochmal. SCHEIIIIIßEEEEEE. Und lachst. So laut, dass es von den weißen, hohen Wänden des Steinbruchs wiederhallt. Und dann traue ich mich auch. Und alle lachen wir wieder und schreien einfach nur SCHEIIIIßEEEEEE in diese unfaire Welt hinaus.
     
    Du lachst. Uns 3 Kinder an. Es ist Zeugnisausgabetag . Ab heute sind endlich Sommerferien. Du stehst grinsend vorm Kiosk vor dem Parkhaus, der Torte und winkst. Springst in die Luft und hälst ein Schild hoch, auf dem steht „Endlich Ferien“. WOHOOOO schreit es über die dicke Kreuzung bis zu uns rüber. ENDLICH FERIEEEEN. Und wir nur so oh gott mama. Peinlich sowas. Trotzdem nehmen wir dich alle in den Arm und finden es insgeheim irgendwie auch cool, so eine verrückte und ausgeflippte Mama zu haben. Du bückst dich zu uns runter und umarmst uns alle. Lachend.
     
    Du bist ein zweites Zuhause, eine zweite Mama, ein Freund. Für so viele von uns. Alle waren gerne bei uns Zuhause. Jeder hat sich so wohl gefühlt. Es gab Wärmflaschen zu den Referatstreffen bei uns im Wohnzimmer. Es gab die selbstgemachte Hühnerbrühe aus dem Rezept von Oma und mit Opa Jürgens Hühnern zum Abendbrot. Und dazu den berüchtigten Tomatensalat. Es gab morgens für uns drei Kinder immer Frühstück ans Bett. Ja auch in der Woche. Ja, jeden verdammten Schultag. Mit selbstgemachtem Smoothie. Es gab Pausenbrötchen für alle unsere Freunde. Mit der super leckeren selbstgemachten Möhrenmatsche als Aufstrich. Du hattest immer ein offenes Ohr und Herz für alle. Familie, Freunde, Bekannte und Fremde haben mit dir geredet, als wärst du eine gute Freundin. Du warst verständnisvoll für die Jugend. Du hast uns verstanden, wie kaum ein Erwachsener.
     
    „Du kannst ja auch schreiben, dass manche dachten oh man was für ne öko tante. Und wir fandens irgendwie cool.“ Und ja, das stimmt wohl. Du bist und bleibst für alle die Öko tante. Du hast eben immer Hippie Hosen getragen und Barfußschuhe. Und wir sind auch schon ganz gut in deine Fußstapfen getreten, denke ich.
     
    Du strahlst. Auf dem grünen, alten Fahrrad mit der Sonnenblumenklingel, die bei jedem kleinen Huckel leise Rings von sich gibt. Hinterher zischte anfangs immer der rote Kinderanhänger. Zum Kindergarten, zur Grundschule, zum Einkaufen und schließlich auch uns zum Bus.
     
    Du grinst. Im Garten. Weil sich gerade eine Biene in deinen Krauselhaaren verfangen hat , während du auf allen vieren kleine Sonnenblumenkerne in der Erde verteilst. Du hast die Natur geliebt und die Natur dich. Wenn dir alles zu viel wurde, bist du spatzieren gegangen, oder warst stundenlang Fahrrad fahren. Saßt in der Sonne auf unserer Bank im Garten und hast mit deiner hochsensiblen Art den Wind auf deiner Haut wahrgenommen. Hast die Vögel zwitschern gehört und den Autos, die nach einem Regentag Geräusche von Rädern auf nassem Asphalt haben hochhallen lassen zugehört. Hast den Regen auf dem Asphalt an einem Sommertag eingesogen und die Pollen der Gräser in deiner Nase kitzeln gespürt. Nahezu bedächtig hast du mit deinen Fingern die Rillen der Baumrinde nachgezogen und die mächtige Kraft der in den Himmel ragenden Bäume wahrgenommen. Die Sonne brannte auf deine Haut, die mit all ihren Narben und windgegerbten Falten Geschichten erzählen konnte, die man sonst nicht in Worte fassen kann. In der Natur bist du immer Zuhause gewesen. Bist angekommen. Du entfernst die kleine hilflose Biene aus deinen Locken und vergräbst einen weiteren Sonnenblumenkern unter einer Schicht warmer Erde und ein paar Wochen später sah eine wunderschöne Sonnenblume zum ersten Mal das Sonnenlicht.
     
    Du hattest einen Sinn und Blick für Details. Kleine, persönliche Gesten durch deine unglaublich aufmerksame Beobachtungs- und Wahrnehmungsgabe deiner Umwelt zauberten jedem ein lächeln ins Gesicht. An unserer Gartenmauer hast du die kleinen Ton- und Stofftiere alle paar Tage neu geordnet, weil die Kinder in der Nachbarschaft das jedes Mal als ein neues Suchspiel begeisterte. In deiner Umgebung hatte jeder das Gefühl wahrgenommen und wertgeschätzt zu sein. Du bist ein unbeschreiblich liebenswerter und herzensguter Mensch. Du hast die emotionalen Zustände anderer wahrgenommen und analysiert, lange bevor es derjenige selbst tat. Du warst selbstlos und hilfsbereit in jeder, wirklich jeder Situation. Menschen spüren das und jeder hat sich dir dankbar geöffnet. Wenn man dir begegnet ist, oder dich umarmt hat, spürte man diese strahlende, warme Kraft und Stärke, die auf einen überschwappte. Ob man das wollte, oder nicht.
     
    Kreativ warst du. Mit Ideen, die über dich kamen, wie Flutwellen. Träumen, so bunt wie ein Meer voller Wildblumen. Umsetzungen, so verrückt wie du nun mal warst. Kindergeburtstage mit einem ganzen Zimmer schulterhoch vollgestopft mit Stoh. Ein Heuboden war ja leider nicht zu organisieren gewesen, also musste Stroh her um das Zimmer in einen Heuboden zu verwandeln.
     
    Eine Rutsche vom Dach unserer Garage in den Pool rein. Das Garagendach so heiß, dass einem fast die Füße verbrannt sind. Hochgekommen mit einem Tritt auf den Zaun von Krückebergs und zack hochgezogen und fix zur Rutsche und rein in den Pool.
     
    Ein Esszimmertisch voller Spaghetti mit Ketchup. Drum herum etwa 8 Kinder. Die Gesichter voll mit Tomatenketchup. Die Hände und Klamotten natürlich auch.
     
    Ein Piratenboot aus Paletten und Mini-Boote zum Vernaschen aus Gurken geschnitzt. Alle verkleidet als Piraten. Als Piratenschmaus gabs natürlich auch Spaghetti, die mit den Händen gegessen werden durften.
     
    Dreck, Schlamm, Regen, ein Grundschulhof und zwischendrin ein bisschen helle Kinderhaut. Alle Kinder nackig mit Schlamm eingecremt lachend und tanzend auf dem Rasen des Schulhofes.
     
    Kurze Nachrichten, Erinnerungen und Botschaften. Verteilt in der ganzen Wohnung lagen diese kleinen, bunten Zettelchen, die einem sofort mitteilten, wo du bist, was du machst, oder was du uns wissen lassen möchtest. Dazu meist eine Zeit, wann du wieder da bist, oder ein Vermerk auf eine Wärmflasche im Bett, oder ein fertiges Gericht auf dem Herd. Daneben ein kleiner mit Kohle gezeichneter Baum oder eine mit Kugelschreiber gemalte Spirale.
     
    Du lachst. Immernoch. Und immer wieder. So laut und so klar durchdringt dein Lachen alle unsere Sinne. Amy McDonald im Hintergrund.
     
    Du wirst uns ewig in Erinnerung bleiben. Als Mutter, Tochter, Schwester,Lebensgefährtin, Freundin, Bekannte, Fremde.
     
     
     
    Hanna Voigt( 19 Jahre )
    in Gedenken an ihre Mutter
     
     

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